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07.03.2015:

Bericht “Restaurierung Kombi” aktualisiert.

 

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Veterama 2007
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Am Samstag, den 13.10.2007 machte sich eine kleine Delegation unseres Stammtisches, bestehend aus Wolfgang Latz, Uwe Nitsche und meiner Wenigkeit auf den Weg ins ferne Mannheim in der freudigen Erwartung, einige Schnäppchen an Land ziehen zu können.

Es begann damit, daß bereits um 4.45 Uhr der Wecker klingelte und ich das warme Bett zugunsten der um diese Uhrzeit noch kalten Dunkelheit verlassen mußte – aber was macht man nicht alles für sein Hobby. Um 5.00 Uhr holte ich Wolfgang entsprechend der tags zuvor getroffenen telefonischen Verabredung (O-Ton: „Ich hole Dich so gegen 5 Uhr ab“ - Schweigen – Antwort: „Das meinst Du aber hoffentlich nicht ernst...“ - „Doch !“) zuhause ab. Gemeinsam und noch mit deutlichen Rändern unter den Augen gings dann auf die Autobahn, um schließlich in Villingendorf noch Uwe aufzuladen.

Nach Uwe´s Frage, ob mein Kofferraum auch leer sei (es könnte ja sein, daß man auf der Veterama etwas kauft...), mußte ich mit Erschrecken feststellen, daß noch meine halbe Schlachtflosse nach der letzten Abschraubaktion im Kofferraum lag und dieser somit bis oben hin voll war. Also Flossenteile raus, in Uwe´s Garage zwischenlagern, noch kurz beim Bäcker vorbei (wie macht das diese Berufsgruppe nur mit dem frühen Aufstehen ? Kann man sich da wirklich dran gewöhnen ?) und dann wieder rauf auf die Autobahn.

In Mannheim angekommen (so gegen 7.45 Uhr) war schon reger Verkehr bei der Einfahrt zum Parkplatz zu beobachten, sodaß wir schließlich alle überzeugt waren, daß es richtig war, so früh loszufahren.

Nach alter Tradition überließen wir es Wolfgang, die Eintrittskarten zu besorgen („Wer zum ersten Mal dabei ist, holt die Karten...“), während wir (Uwe und ich) es uns derweil an einer der - mittlerweile selten gewordenen - gelben Telefonzellen lehnend gemütlich machten.

Nachdem Wolfgang diese Hürde mit Bravour gemeistert hatte, ging es dann hinein ins Getümmel auf Schnäppchenjagd.

Insgesamt war festzustellen, daß die Teileauswahl (vermutlich aufgrund der zunehmenden Konkurrenz durch ein großes, virtuelles Auktionshaus) irgendwie kleiner war als in den Vorjahren.

Auch eine deutliche Opel-Lastigkeit der angebotenen Gebrauchtteile war dieses Jahr nach unserem Empfinden zu verzeichnen – was aber nicht heißen soll, daß es im Bereich Mercedes nicht auch das eine oder andere Schnäppchen gab.


 

Mehrmals hatte ich an diesem Tag die Lacher auf meiner Seite, wenn ich an diversen Ständen meine Standardfrage stellte: „Haben Sie Rücklichter für einen Heckflossen-Kombi ?“.

Auch auf der Autowiese war die Auswahl recht groß, und teilweise wurden auch exotische Fahrzeuge, wie z.B. dieser Threewheeler angeboten.

Es waren auch einige richtige Highlights vorhanden, z.B. ein 450 SE W116, der in seinem früheren Leben einmal Direktionsfahrzeug der FIFA war.

Die diversen Fahrzeuge, die einen Stern auf der Haube trugen, wurden von uns näher und kritisch beäugt.


Schließlich verließen wir die Autowiese aber wieder, ohne ein einziges Auto gekauft zu haben ;-) und nahmen uns die restlichen Reihen vor.

Nachdem meine beiden Hände irgendwann mit Heckflossen-Blechteilen gefüllt waren, beschloß ich dann, einen kurzen Spaziergang auf den Parkplatz zu unternehmen, um die gemachten Schnäppchen im Auto zu verstauen. Danach wurden die letzten Kraftreserven mobilisiert, um die verbliebenen Stände noch abzuklappern.

Dabei kamen wir dann noch am Stand von Carlos vorbei, wo wir noch ein kleines Schwätzchen hielten, bevor wir schließlich so gegen 18.00 Uhr mit schweren Knochen und schmerzenden Füßen die Bühne verließen.

Es folgte noch eine unfreiwillige Tour durch den Schwarzwald (alle Autobahnen waren dicht), bis wir schließlich gegen 21 .00 Uhr wieder wohlbehalten in Villingendorf eintrudelten und den Tag - wieder mit deutlichen Rändern unter den Augen - bei einem köstlichen Mahl, das wir uns nach diesem anstregenden Tag auch redlich verdient hatten, im dortigen Gasthaus „Kreuz“ ausklingen ließen (an dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an Wolfgang für die Einladung !).

Zusammenfassend gesagt, war die Veterama 2007 wieder einmal ein tolles Erlebnis, das nächstes Jahr unbedingt nach einer Wiederholung verlangt.

Martin Betsche