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07.03.2015:

Bericht “Restaurierung Kombi” aktualisiert.

 

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Ausfahrt ins Elsaß 2006
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Es hatte nur acht Grad Celsius um 8.00 Uhr an diesem Frühlingstag vom 22.04.06.

Trotz Kälte trafen sich so gegen 10.30 Uhr einige Mitglieder der Stammtische Bodensee und Stuttgart auf einem Parkplatz am Ortseingang von Villingendorf bei Rottweil.

Mit einem 300SE Baujahr 1963 als ältestes Fahrzeug und mit einem 123 als Youngtimer ging es mit 12 Fahrzeugen los –„ go west“- Richtung Frankreich.

Der erste Streckenabschnitt führte uns auf die mittleren Höhenlagen des Schwarzwaldes. Die Natur zeigte sich in diesem kalten April 2006 nur spärlich in frühlingshaften Zügen. Hier und da etwas grünes Gras, kaum Laub auf den Bäumen ...im Kurzzeitgedächtnis der Teilnehmer war noch die letzte weiße Pracht in guter Erinnerung...

Voll Zuversicht auf wärmere Temperaturen im Rheintal überwanden wir Berg um Berg.

Die Fahrt ging kurvenreich das Prechtal hinunter nach Elzach. Dem Flüsschen Elz folgten wir bis zum Rheintal. Zunehmend konnten wir einige Frühlingsboten der Natur wahrnehmen. Die Rheinauen waren in grüner Blätterpracht, das Gras erreichte Kniehöhe .Die Tulpen hatten hier schon das Ende ihrer Blütenzeit erreicht. Die Kirschbäume blühten in voller Pracht und auch die Apfelbaumblüte hatte schon begonnen. Die wärmste Ecke Deutschlands „Der Kaiserstuhl“ zeigte sich durch Wärme und Sonne von seiner Schokoladenseite...Im Hintergrund dieser herrlichen Frühlingslandschaft konnten wir den hartnäckigen Schnee auf den Höhen des Schwarzwaldes und der Vogesen noch bewundern!

In Breisach am Rhein machten wir eine längere Pause. Dort trafen wir weitere Reiseteilnehmer aus Karlruhe, Freiburg und Lörrach.

Alle Mitreisende besuchten nun dieses Touristenstädtchen Breisach mit seinem Münster und der historischen Altstadt . Die Temperaturen waren so angenehm im Rheintal, dass die meisten in Straßencafes saßen. Schnell war von dort aus Frankreich erreicht . Die lange Brücke über den Rhein, danach die alten Anlagen der deutsch-französischen Grenze.

Frankreich- das Land der vielen Kreisverkehrsysteme- schenkte uns kurz nach der Grenze mehrere Kreise. Verspielt nutzten wir Oldtimer-Fahrer, um uns gegenseitig beim Fahren zu bewundern. 15 Mercedes-Fahrzeuge im Kreisverkehr...die Reihenfolge der Fahrzeuge wurde verändert, da wir mehrere Runden fuhren!

Bald erreichten wir die elsässische Weinstraße. Diese Weinstraße schlängelt sich von Norden nach Süden durch die Weinberge hindurch am Fuß der östlichen Vogesenausläufer entlang.

Während der Fahrt lässt man die sanften Rebhügel, die mit Blumen geschmückten Dörfer mit ihren engen Gassen und typischen, um die Kirche gruppierten Fachwerkhäusern an sich vorbeiziehen.

Auf der engen Weinstraße begegneten wir zwei Vorkriegsoldtimern. Die französischen Fahrer dieser Fahrzeuge grüßten erfreut mit ihren lauten Hupen und die Beifahrer winkten uns begeistert zu. Auch wir freuten uns natürlich sehr und grüßten zurück.

Wir verließen kurz die Weinstraße, um noch die ersten Anhöhen der Vogesen zu erkunden. Im Wald machten wir eine kurze Rast und manche erlebten eine erfolglose Pilzsuche...

Danach fuhren wir in Richtung Westhalten und kamen somit wieder auf die elsässische Weinstraße. Dort fuhren wir die romantische Zufahrtsstraße zum „Bollenberg“. Dort befindet sich unser Hotel, ein Gasthof und ein Weinbesitz. Die 25 Reiseteilnehmer und 4 Kinder bezogen ihre Hotelzimmer und die fünfzehn „Benze“ fanden ein ruhiges Plätzchen für die Nacht.

Bald darauf erforschten alle Teilnehmer je nach Interesse die nähere Umgebung des Hotels.

Die Kinder probierten alle Geräte des Hotel-Spielplatzes aus, Wanderfreunde erkundeten die zahlreichen Wanderwege in der Weinberglandschaft ums außerhalb gelegene „Bollenberg-Hotel“.

Später trafen sich alle wieder zur Weinprobe mit dem Winzer des „Bollenbergs“. Dazu gab es natürlich die typischen elsässischen Weine zu kosten: Sylvaner, Pinot Gris, Pinot Noir, Gewurztraminer...

Abends wurden nach französischer Manier das Essen in mehreren Gängen und Aperitif serviert

Und wie zu erwarten haben wir vorzüglich geschlemmt.

Bis in die Nacht hinein gab es noch viele „ Benzingespräche“ unter Gleichgesinnten.

Am nächsten Morgen war Abreise und wir fuhren alle gemeinsam zu einem netten, kleinen Oldtimer-Markt, eine „Bourse “ wie die Franzosen es nennen. Dieser Markt war in Soultzmatt ( ca 10 km vom Hotel ).

Die Organisation dieser „Bourse “ hatte uns bereits erwartet und wir bekamen genügend Parkplätze auf dem Marktgelände...um „ Stern“ neben „Stern“ im französischen „Oldtimer-Himmel“ leuchten zu sehen. Das Prestigeauto „Mercedes“ ist in Frankreich allgemein hoch angesehen und der gute Zustand unserer deutschen Mercedes-Oldtimern wurde von den einheimischen Marktbesuchern sichtlich sehr bewundert.

Uwe Nitsche